St. Marien Kirche II - Kirche

lubeck 4087925 1920 Bild von Achim Scholtya auf pixabay

Behindertenwegweiser Lübeck

St. Marien Kirche II - Kirche


Einrichtung: Kirche
Marienkirchhof 2-3
23552 Lübeck
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Träger: ev. Kirche

zugänglicher EingangInduktives Hören

Dieser Eintrag beschreibt das Innere der Marienkirche und die Kirchenausstattung.
Eine genaue Darstellung des äußeren Erscheinungsbildes und der Kirchhöfe finden Sie hier.

Im Laufe von über 600 Jahren hatten sich in der Marienkirche 38 Altäre, 84 Epitaphe, geschnitztes Gestühl, Gemälde, Glasmalereien, die große Orgel und andere Kunstschätze angesammelt. Bis in der Bombennacht vom März 1942 ein Großteil davon zerstört wurde. Das, was gerettet oder restauriert werden konnte, beeindruckt nach wie vor.

Beschreibung:

Der Eingang in die Kirche befindet sich an der Kirchen-Südwand gegenüber dem Rathaus. Die schweren Kirchentüren stehen meistens offen. Wenn nicht, muss die rechte Tür aufgezogen werden. Man gelangt in das Innere eines Portals. Kurz dahinter ist eine verglaste Eingangstür, die ebenfalls aufgezogen werden muss. An einem Kassenhäuschen zur Rechten müssen normale Besucher Eintritt bezahlen.

Der Kirchenboden wurde beim Wiederaufbau neu erstellt; es ist ein Terrakotta-Boden, der in allen Kirchenschiffen auf gleichem Niveau bleibt und problemlos begangen werden kann.

Bei einem Rundgang im Uhrzeigersinn läuft man zunächst unter dem Gewölbe des südlichen Seitenschiffs. Nach wenigen Metern kommt man links zum Anbau der Briefkapelle. Sie ist ein architektonisches Kleinod, das aber meistens verschlossen ist. Es bleibt nur ein Blick durch eine Glastür. Da, wo früher die städtischen Schreiber ihre Stände hatten, hat die Mariengemeinde ihre Winterkirche eingerichtet.
In der Kapelle unter dem Südturm liegen als Mahnmal die zerborstenen Glocken, die bei der Bombardierung 1942 hier abgestürzt waren.
Beim Gang entlang des Nordschiffs in Richtung des Chores gelangt man in den Chorumgang, eine Besonderheit dieser Kirche. In der alten Sakristei zur Linken (Gebetskapelle) ist eine fein gearbeitete Messing-Grabplatte von B. Notke (1505) für die Familie Hutterock beachtenswert.
Am Kopf des Chorumgangs liegt die Marientidenkapelle mit dem prächtigen Antwerpener Retabel (von 1518).
Den Chorumgang auf der rechten Seite schmücken Sandsteinreliefs mit Szenen der Passionsgeschichte (H. Brabender, 1515).
Ein Kuriosum ist die Kirchenmaus Rosemarie. Sie ist im Rahmen eines Reliefs nahe der Marientidenkapelle versteckt. Sie soll den Rosenstock, der Lübecks städtische Freiheit garantierte, angenagt und zum Absterben gebracht haben. Prompt besetzten die Dänen die Stadt. Der Rosenstrauch (ein Nach-Nach-Nachfolger) wächst noch immer bzw. wieder an der Außenmauer des Chores.
Einer anderen Legende nach soll man unversehrt nach Lübeck zurückkehren, wenn man das Mausrelief berührt. Das haben offensichtlich schon viele Besucher getan.
Auf der anderen Seite des Chorumgangs kommt man an dem verstörenden Kunstwerk „Vierzehn gebrochene Kreuze“ (G. Uecker, 2003) vorbei. Wieder unter dem Südschiff angekommen liegt links die Bürgermeisterkapelle. Hier wurden die frisch gekürten Lübecker Bürgermeister vereidigt. In der Kapelle steht noch ein Rest des gotischen Chorgestühls.

Beim Gang durch das Mittelschiff kann man an den Wänden der Obergaden und an den Pfeilern die restaurierten gotischen Malereien bestaunen.
Ein Blick nach oben zeigt die ausgemalten Gewölbe. Die Schlusssteine am höchsten Punkt der Kreuzgrate haben eine Höhe von 38,5 Meter – keine andere Backsteinkirche ist höher.

An der Westwand hängt hoch oben die weltweit größte Orgel mit mechanischer Traktur (Kemper & Sohn, 1968); sie ersetzt die verbrannte Orgel, an der die bekannten Marienorganisten gespielt haben.

Im Osten blickt man in den Altarraum. Er wurde beim Wiederaufbau um fünf Treppenstufen erhöht und nach der Mode der 1950er Jahre schlicht eingerichtet (Kruzifix von G. Marcks, 1959; darunter ein Flügelaltar von C. Swarte, ca. 1495).
Wenn der Altarraum nicht abgesperrt ist, hat man direkten Zugang zur reich verzierten Bronze-Taufe (H. Apengeter, 1337) und dem 9,5 m hohen, vielteiligen Tabernakel aus vergoldeter Bronze (K. Grude, 1479).

Für Hörgeschädigte ist wichtig: Im vorderen Teil des Mittelschiffs ist eine Induktionsanlage, die bei Veranstaltungen Hörgeräte unterstützt.

Für Sehbehinderte werden besondere Kirchen-Führungen angeboten.

Die Kirche hat keine Toilette.

Öffnungszeiten:
Oktober 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
November 10:00 Uhr - 16:00 Uhr
1. Dezember - 16. Dezember 
10:00 Uhr - 17:00 Uhr
17. Dezember - 31.März
10:00 Uhr - 16:00 Uhr
1. April - 3.Oktober
10:00 Uhr - 18:00 Uhr

Bei Gottesdiensten und Konzerten ist kein Zugang für normale Besucher.

Erreichbarkeit:

Der nächste Behindertenparkplatz liegt gegenüber der Mengstraße 6-8, am nördlichen Marienkirchhof.
Die kürzest gelegenen Bushaltestellen sind Schüsselbuden und Kohlmarkt in 70 m bzw. 150 m Entfernung. Die Marienkirche ist von den Haltestellen bereits zu sehen.

(Letzte Aktualisierung: Juli 2019)


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Hinzufügedatum: 1.7.2019  Hits: 41
Service:  Redaktion2
Kategorien: Altstadt | Evangelische Kirchen | Denkmäler | öffentliche Kunst | Weihnachtsmärkte
Aufnahme: 01.07.2019    Hits: 41    Letzte Aktualisierung: 08.07.2019    Nächste Überprüfung: noch nicht geplant
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