Parks und Grünanlagen Holstentorplatz, Holstentor, Museum Holstentor

lubeck 4087925 1920 Bild von Achim Scholtya auf pixabay

Behindertenwegweiser Lübeck

Holstentorplatz, Holstentor, Museum Holstentor

Holstentorplatz, Holsten Gate, Holsten Gate Museum


Einrichtung: Grünanlage, Denkmal, Museum
Holstentorplatz
23552 Lübeck Website
Träger: Stadt Lübeck

zugänglicher Eingang 

Beschreibung:

Holstentorplatz:

Der Holstentorplatz ist eine Grünanlage von H. Maasz, die als repräsentatives Vorfeld für das Lübecker Wahrzeichen, das Holstentor, angelegt wurde. Das Holstentor steht am Platzende, direkt vor dem alten Hauptzugang zur westlichen Altstadt. Die Anlage hat einen rechteckigen Grundriss mit ca. 50 m Breite und 170 m Länge und liegt noch auf dem alten Niveau (etwa 1-3 m unter der Umgebung) mit einem leichten Gefälle in Richtung Holstentor.

An den vier Platzecken liegen die Zugänge über Ampelanlagen: Von der Possehlstraße oder der Willy-Brandt-Allee kommend gelangt man über die Ampelkreuzung Holstentorplatz auf den Platz. Nur dieser Zugang ist barrierefrei und mit zwei flachen, gepflasterten Rampen ausgestattet. Vor dem stadtseitigen Eingang auf der anderen Seite des Platzes liegt die Fußgänger-Ampel Salzspeicher/Holstentor; hier ist zu beachten, dass diese zwei Ampeln in Kurven direkt neben stark befahrenen Radwegen stehen und der Zugang zum Holstentorplatz über eine mehrteilige, 17-stufige Treppe mit Geländern führt. Gehbeeinträchtigte Personen können diesen Zugang nicht nutzen.

Die Gehwege auf dem Platz sind mit Sand befestigt und gut gangbar. An beiden Seitenwegen ist eine Reihe von Sitzbänken mit Mülleimern aufgestellt. Der Tordurchgang und der kurze stadtseitige Teil des Platzes sind mit großen Kalksteinplatten belegt und ebenfalls barrierefrei. Nur die Restflächen um die Tortürme sind mit grobem Kopfsteinpflaster befestigt und schwer begehbar. Der Bereich ist durchgehend öffentlich zugänglich.Das Holstentor wird bei Dunkelheit angestrahlt; der Platz selbst hat keine eigene Beleuchtung.

Ehemalige Holstentore:

Die Holstenstraße hinab musste man erst eine mehrstufige Stadtbefestigung durchqueren, bis man auf die Landstraßen in Richtung des Herzogtums Holstein kam. Das Holstentor war ursprünglich nur das zweite von vier dicht hintereinanderstehenden Stadttoren. Die drei anderen, abgebrochenen Tore sind als naturgetreue Modelle in beleuchteten Schaukästen zu sehen:
Der erste steht an der Kreuzung Holstenstraße/An der Obertrave hinter dem Holstentor, der zweite neben dem Gehweg nahe der Tourist-Information (Welcome Center Lübeck), der dritte jenseits der Possehl-Straße, etwa 50 m entfernt in Richtung Puppenbrücke. Die Vitrinen stehen ungefähr auf der Höhe, und die Modelle in der Orientierung, wie die Tore einst standen.

Holstentor:

Das Holstentor wurde vom Ratsbaumeister H. Helmstede im Stil der Spätgotik nach dem Vorbild flandrischer Brückentore erbaut: Auf einem Granitsockel erhebt sich die wuchtige Doppeltor-Anlage aus verschiedenen Backsteinsorten und den markanten, schiefergedeckten Kegeldächern über drei Etagen (im Inneren vier). Zur Feldseite ist der Zweck als Verteidigungsanlage deutlich sichtbar: Die Türme stehen vor, die Fassade zeigt viele Schießscharten, aber nur wenige Verzierungen, die Mauern sind doppelt so stark, wie auf der Rückseite. Die Stadtseite ist die Schauseite; hier ist die Fassade bündig und sehr aufwendig gestaltet. Nach mehreren Renovierungen wurde das Holstentor innen und außen in vielen Details verändert. Durch Verschiebungen im Untergrund haben sich die Türme durch ihr Gewicht schon kurz nach dem Bau aus der senkrechten Achse nach innen-vorne gedreht und stehen (im Gegensatz zu vielen Bildern) auch heute noch deutlich schief.

Weitere Denkmale und Kunstwerke:

Schlafender und wachender Löwe: Am Kopf des Holstentorplatzes; Skulpturen aus Eisenguss von C.D. Rauch (1824/26).

Mahnmal zur Befreiung Lübecks 1945: Kleine, beschriftete Kalkstein-Stele der Fa. Rechtglaub-Wolf von 1995. Steht schwer zugänglich auf einer erhöhten Rasenfläche vor Kopfstein-gepflasterter Fläche vor dem linken Torturm.

Madonna mit Kind: Weiße Sandsteinstatue in einer Nische des mittleren Türmchens im Mitteltrakt zur Stadtseite (Original von 1470, seit 1992 Kopie von P.H. Gnekow).

Zwei Bandfriese: Schmuckfriese aus (erneuerten) Terrakotta-Platten rund um das Holstentor zur Betonung der Höhenstruktur.

Vergoldete Inschriften:

Stadtseite: S.P.Q.L. (Senatus Populus Que Lubecensis) = Senat und Bevölkerung Lübecks; zur Erinnerung an die Zeit, als Lübeck noch eigenständiger Stadtstaat war (bis zum Jahr 1918).
Jahreszahlen
1477 ([falsches] Jahr der Torweihe) und 1871 (Abschluss der ersten großen Renovierung und Umgestaltung).

Feldseite: CONCORDIA DOMI FORIS PAX = Innen Eintracht, außen Friede. Das Motto der Hansestadt bis heute.

Museum Holstentor:

Im Gebäude befindet sich das Museum Holstentor mit der Dauerausstellung „Die Macht des Handels“. Der Eingang befindet sich im rechten Turm auf der Stadtseite. Über das gesamte Innere werden Exponate zur Stadtgeschichte gezeigt. Es ist für Gehbehinderte völlig ungeeignet; auch das WC ist nicht behindertengerecht und nur über eine steile Wendeltreppe erreichbar. Die besonderen Erfordernisse Hörgeschädigter und Sehbehinderter werden ebenfalls nicht berücksichtigt.

Für dringende Bedürfnisse können Sie das behindertengerechte WC Holstentorplatz/Wallstraße nutzen (Wallstraße 2, in etwa 200 m Entfernung).

Öffnungszeiten:
Januar - März
Di. - Son.
    11:00 Uhr - 17:00 Uhr
 
April - Dezember
Mo. - Son.
    10:00 Uhr - 18:00 Uhr
Samstags öffentliche Führung

Erreichbarkeit:

Die nächsten Behinderten-Parkplätze für Autofahrer befinden sich im Parkplatz Willy-Brandt-Allee 6 (Senator-Hotel); wenden Sie sich vom Parkplatz nach links und gehen Sie die Willy-Brandt-Allee ca. 150 m geradeaus bis zur Ampelanlage am Holstentorplatz.

Busfahrer nutzen am besten die Haltestellen Holstentorplatz (Richtung ZOB ) und (Richtung Innenstadt).
Die Haltestellen sind direkt am Holstentorplatz.

(Letzte Aktualisierung: September 2019)

 

Description:

Holstentorplatz:

Holstentorplatz is a green area designed by H. Maasz, which was created as a representative apron ar the landmark of Lübeck, the Holstentor (Holsten Gate). The Holstentor can be found at the end of the square directly in front of the old main entrance to the western historic center. The square has a rectangular ground plan with a width of about 50 meters and a length of about 170 meters and is still on the old level (approx. 1 to 3 meter) with a slight gradient towards the Holstentor.

At the four corners of the square there are the entries via traffic lights:
Coming from Possehlstraße or Willy-Brandt-Allee you can reach the square via the traffic light intersection Holstentorplatz. Just this entry is barrier-free and equipped with two flat paved ramps. In front of the entrance from the city side on the other side of the square there is the pedestrian traffic light Salzspeicher/Holstentor. Please note that these two traffic lights are placed in curves right beside busy cycle paths. From here access to Holstentorplatz is only possible via a multi parted 17-stepped staircase with railings. Hampered people cannot use this access.

The paths on the square consist of fixed sand and are easy to walk on. On both sidepaths you can find a row of benches with trash cans. The gateway passage and the short part of the square on the city side are covered with large limestone slabs and are also barrier-free. Only the remaining areas around the gate towers are paved with coarse cobblestone and difficult to walk on. The Holstentor is illuminated in the dark, the square itself has no lighting of its own.

Former Holsten Gates:

A multi-leveled city fortification had to be crossed down Holstenstraße until the country roads in the direction to the duchy of Holstein could be reached. Originally the Holsten Gate was only the second of four city gates standing close behind each other. The three other demolished gates can be seen as natural models in illuminated showcases:
The first is at the intersection Holstenstraße/An der Obertrave behind the Holstentor, the second next to the pavement near the Tourist-Information (Welcome Center Lübeck), the third beyond Possehl-Straße, about 50 meters away in the direction of Puppenbrücke. The showcases are approximately at the same height, and the models in the orientation as the gates once stood.

Holsten Gate:

The Holsten Gate was built by the council architect H. Helmstede in the late gothic style based on the model of Flemish bridge gates: On a granite pedestal raises the massive double-gate complex over three floors (four floors inside), made of various types of brick, with striking conical roofs of slate. On the "outside" of the gate the purpose as a defence facility is clearly visible. The towers are protruding, the facade shows many loopholes but only a few decorations. The walls are twice as strong as on the back side. The city side is the show side. Here the facade is flush and elaborately designed. After several renovations the Holsten Gate was modified inside and outside in many details. Due to shifts in the underground the weight of the towers has caused them, shortly after construction, to turn from the vertical axis inward to the front. So they are significant inclined today (in contrast to many images).

Other monuments and works of art:

Sleeping and guarding lion:
At the head of Holstentorplatz. Sculptures made of cast iron by C. D. Rauch (1824/26)

Memorial to the Liberation of Lübeck 1945:
A small labeled limestone stele. It stands on a raised lawn in front of the cobbled area in front of the left tower and is difficult to reach.

Madonna with child:
White sandstone statue in a niche of the middle tower in the middle tract to the city side (original from 1470, since 1992 copy by P. H. Gnekow).

Two band friezes:
Decorative frieze of (renewed) terracotta slabs around the Holsten Gate to accent the height structure.

Gilded Inscriptions:
City Side:
S.P.Q.L. (Senatus Populus Que Lubecensis) = Senate and population of Lübeck (in memory of the time when Lübeck was still an independent city-state until 1918.
Year dates: 1477, year of the gate initiation and 1871, completion of the first large renovation and transformation.

Outside:
Concordia Domi Foris Pax = unity inside, peace outside (the slogan of the hanseatic city until today)

Holsten Gate Museum:

Inside the building there is placed the Holsten Gate Museum with the permanent exhibition "The power of trade". The entrance is in the right tower on the city side. Exhibits about the town history are showen at the whole interior. The museum is completely unsuitable for handicapped persons. Also the restroom is not handicapped suitable. It can only be reached via a steep spiral staircase. The special requirements of the audible and visual handicapped people are not considered.

For urgent needs you can use the handicapped accessible restroom at Holstentorplatz/Wallstraße which is about 200 meters away.

Opening Hours:
January - March
Tue. - Sun.
    11:00 a.m. - 05:00 p.m.
 
April - December
Mon. - Sun.
    10:00 a.m. - 06:00 p.m.
Public tours on Saturdays

Accessibility:

The nearest disabled parking for motorists is in the car park Willy-Brandt-Allee 6 (Senator-Hotel). Turn left from the car park and walk straight on Willy-Brandt-Allee for approx. 150 meters until you reach the traffic lights at Holstentorplatz.

Bus drivers are recommended to use the bus stops Holstentorplatz (direction to ZOB ) and (in city direction). The bus stops are directly at Holstentorplatz.

(Last update: September 2019)


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Service:  Redaktion
Kategorien: Kultur | Altstadt | Denkmäler | Parks und Grünanlagen | Museen
Kontakt: Behindertenwegweiser Lübeck   Telefon: 0451 384448-821
Aufnahme: 27.01.2015        Letzte Bearbeitung: 02.03.2020
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