Kultur Denkmäler Alter und neuer Kreuzweg

lubeck 4087925 1920 Bild von Achim Scholtya auf pixabay

Behindertenwegweiser Lübeck

Alter und neuer Kreuzweg


Einrichtung: Spaziergang + öffentliche Kunst
Jakobikirchhof / Konstinstraße
23552 / 23568 Lübeck / City of Lübeck Website

Beschreibung:

Der älteste Kreuzweg Deutschlands wurde 1493 nach den Plänen des Stifters Hinrich Konstin eingerichtet. Er führte über sieben Gebetsstationen von der Lübecker Altstadt über das Burgfeld zum eigens aufgeschütteten "Kalvarienberg" an der heutigen Straße Jerusalemsberg. Von den sieben Gebetsstationen entlang des Weges sind nur noch die erste und die letzte erhalten.

Seit den frühen 1990er Jahren wird der Kreuzweg als ökumenisches Ereignis in der Karwoche wieder begangen. Dafür wurden auf der leicht veränderten Route im Jahr 2013 an markanten Punkten fünf moderne Kunstwerke mit Informationstafeln installiert; sie bilden den neuen Lübecker Kreuzweg. Der Weg hat eine Länge von knapp 1400m und führt meistens über geteerte oder gut gepflasterte Wege.

Station 1:

Zwischen der St.-Jakobi-Kirche und den Pastorenhäusern führt ein gepflasterter Weg hindurch; wenige Meter von der Königstraße steht die Stele "Monolith" aus  Roststahl (von W. Schaak) als erste Andachtsstelle des neuen Kreuzwegs. An der Kirchenwand daneben hängt in einem Rahmen mit kleinem Vordach ein Kalksandsteinrelief mit der Handwaschungsszene des Pilatus; dies ist die erste Station des alten Kreuzwegs.
Von der Königstraße geht es über ca. 400m am Koberg vorbei durch die Große Burgstraße zum Gebäudeensemble des Burgtors.

Station 2:

In der Fußgängerpassage durch das Marstallgebäude hängt an der linken Wand das Roststahlrelief "Vier Kirchen" (von W. Schaak). Nach der Burgtorbrücke quert man die Fährstraße und geht zur Parkanlage am Burgfeld auf der linken Seite (etwa 270m).

Station 3:

Hier steht auf einer Rasenfläche wenige Meter neben dem Platzumgangsweg eine Granitstele mit eingehauenem Kreuz ("Die Durchlässige" von K. Ommeren).
Es geht weiter links um den Gustav-Radbruch-Platz, entlang der Travemünder Allee, links in die Straße Am Gertrudenkirchhof zur Jugendherberge (etwa 340m)

Station 4:

Neben dem Parkplatz der Jugendherberge steht die Granitstele "Zusammenhänge" (von F. Troelsen).
Kurz zurück, dann links in die Straße Jerusalemsberg bis zur Kreuzung Konstinstraße (knapp 370m).

Station 5:

An der Konstinstraße liegt am Fuß des Hügels der Granit-Steinblock "Ende und Anfang" als letzte Station des neuen Kreuzwegs (von F. Troelsen); ein schlecht geteerter Pfad führt einige Meter vom Gehweg zu dem Steinblock auf der Wiese.
Auf dem Gipfel des Hügels steht ein Ziegelhäuschen, als Schutzhaus für das große Kalksandsteinrelief mit der Kreuzigungsszene als letzte erhaltene Station des alten Kreuzwegs. Es gibt keinen erleichterten Weg auf den Hügel; das Kunstwerk ist für Gehbehinderte nur mit Hilfe direkt zugänglich.

Erreichbarkeit:

Der schnellste Behindertenparkplatz zur ersten Station befindet sich ca. 150m von der St.-Jakobi-Kirche die Königstraße abwärts bei Hausnummer 19 (Evangelisch-Reformierte Kirche). Die nächste Bushaltestelle ist Koberg, direkt vor der St.-Jakobi-Kirche.

An den Straßen in der Nähe des "Kalvarienberges" kann kostenlos geparkt werden.
Die nächsten Bushaltestellen sind Adolfstraße (stadteinwärts und stadtauswärts ). Von der letzten Kreuzwegstation gehen sie in die Straße Jerusalemsberg, halbrechts den Fußweg zwischen den Sportplätzen hindurch zur Travemünder Allee und dort links zu den Haltestellen (Gesamtlänge ca. 220m).

(Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2019)


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Service:  Redaktion3
Kategorien: Altstadt | St. Gertrud | Denkmäler | Wanderwege | öffentliche Kunst
Kontakt: Behindertenwegweiser Lübeck   Telefon: 0451 384448-821
Aufnahme: 30.01.2019        Letzte Bearbeitung: 21.03.2019
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